Tanzkommune Erich

Erich

Team Linz |

Swingender Oldtimer hat seine Jugend wieder gefunden

Im Jahr 1980 hatte ich als Halbstarker einen Rock-‘n‘-Roll-Kurs absolviert und danach auf den Stadelfesten verzweifelt Tanzpartnerinnen dafür gesucht. Es folgte kinderbedingt eine lange Rockstep- und Kick-Pause. Erst 2009 konnte ich meine mittlerweile bessere Hälfte Susanne zu einem Boogie-Woogie-Kurs überreden. Als wir gut zwei Jahre später beim Linzer Pflasterspektakel unsere heutigen Trainer Nico und Berni zu eigentlich untanzbar langsamer Swingmusik eine atemberaubende Performance hinlegen sahen, befragten wir das Internet, wo man derartiges zumindest ansatzweise auch selber erlernen könnte. Was soll ich sagen? – Über die Homepage der Tanzkommune haben wir zu den Lindy-Hop-Kursen des Universitätssportinstitutes der Kepler-Uni gefunden und uns dort umgehend angemeldet!
Vor dem ersten Kursabend hatten Susanne und ich schwerste Bedenken, was wohl die halb so alten Studenten dazu sagen würden, mit uns antiken Modellen beim Tanztraining Partnertausch pflegen zu müssen. Diese Bedenken waren absolut überflüssig, wir waren in kürzester Zeit voll akzept- und integriert. Seither beackern wir den Tanzboden mit einer Cuvèe aus Lindy Hop und Boogie-Woogie, gewürzt mit etwas West Coast Swing, ein klein wenig Balboa und einer Prise Blues. Wir dienen als Belegexemplare, dass man auch in gesetzterem Alter noch problemlos mit Swingtanz beginnen kann.
Ganz besonders genieße ich das friedliche Miteinander der Swing-Szene. In aktiv gelebter Tradition des New Yorker „Savoy Ballrooms“ tanzen Begeisterte jeden Alters, jeder Nationalität und jeder Hautfarbe miteinander und es fallen auch nach Mitternacht keine Schnapsleichen unter die Tische!