Die Liebe zu Swing und Lindyhop wächst und wächst

Und so ist auch unsere Gemeinschaft in Linz in den letzten Jahren ziemlich gewachsen. Aufgebaut als kleine Gemeinschaft unter dem Namen „Tanzkommune“ besteht die Linzer Szene mittlerweile aus zahlreichen Swing-Begeisterten, die wöchentlich in Linz tanzen und vielfach auf Festivals in die ganze Welt reisen.

Auch du kannst dabei sein!

Hier findest du die nächsten Socials und Termine:

Swing your hips

Die nächsten Termine

Alle anstehenden Socials und Termine findest du auf unserer Facebook-Seite

Zu den Events

All about

the Swing

Tanzkommune

Swing in Linz

2011 wurde von Regina & Matthias aus Bayern die Idee zur Tanzkommune geboren.
Auf der Suche nach Gleichgesinnten sind Nico & Berni aus Linz hinzugekommen.

Durch regelmäßige Treffen und gemeinsame Trainings konnten wir Tipps & Tricks austauschen und uns gegenseitig pushen. Dies führte auch zu Erfolgen bei nationalen und internationalen Boogie-Turnieren.

Weltweite Szenefestivals haben uns geholfen, ein immer schärfer werdendes Gefühl für Rhythmus und präzises Lead&Follow zu bekommen. Nach mehreren Jahren Boogie-Trainererfahrung stellten wir fest, dass wir uns mehr und mehr zum Lindy Hop hingezogen fühlten.

Nico & Berni starteten 2012 die Linzer Swingszene mit Schnupperkursen auf der Uni. Durch anschließende USI-Kurse und Tanzparties im „Rothen Krebs“ wurden die Linzer Studenten auf diesen Tanzstil aufmerksam.

Nicht nur aufgrund des Retrohypes war die Nachfrage höher als die angebotenen Beginnerkurse. So wuchs die Tanzkommune um zwei weitere (Tanz-)kommunistentrainer – Lisa und Christian.

Der Swing ist daher auch in Linz angekommen.

Das Salonschiff Fräulein Florentine ist nun fixer Treffpunkt der Linzer Lindy Hop Tänzer. Zudem hat sich 2015 ein Kernteam von motivierten Lindy Hoppern gebildet die mit Ihrer Begeisterung bei den kurzen Teasern auch andere für den Tanz motivieren.

Das sind wir

Team

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Schnappschüsse

Wie alles begann

Geschichte des Swing

Geschichte des Swing – Erklärt und zusammengefasst von unserer Innsbrucker Freundin

Moni

Swing, das ist die populärste Richtung des Jazz der 1920er–1950er Jahre. Die verschiedenen Partner-Tänze, die zu dieser Zeit in unterschiedlichen Städten der USA entstanden sind und zu Swing-Musik getanzt wurden tragen folgende eigenartige Namen: Lindy Hop, Balboa, Charleston und Collegiate Shag.
Neben dem Charleston, der auch als Solo-Tanz berühmt wurde, ist Lindy Hop der wahrscheinlich bekannteste Swing-Tanz. Er entstand um 1927 in den Tanzclubs von Harlem, New York und wurde die ersten Jahre vor allem von Afroamerikanern getanzt. Es gibt eine Legende zum Namen des Lindy Hop: Ein begabter Tänzer wird während des Tanzens gefragt, was er da tue. Da soeben Charles Lindbergh der erste Flug über den Atlantik gelungen war, worüber die Zeitungen mit der Schlagzeile „Lindy hops the Atlantik“ berichteten, antwortet er: „I am doing the Lindy Hop“. Später verbreitete sich der Tanz in ganz USA und wurde unter anderem als Jitterbug bekannt.

Nach Europa kam er mit den hier stationierten amerikanischen Soldaten während und nach dem zweiten Weltkrieg, wo er sich im Laufe der 50er zum Jive, Boogie Woogie und Rock ‘n Roll entwickelte. Bald wurde Lindy Hop von diesen verdrängt und geriet auch in den Vereinigten Staaten in Vergessenheit. Erst in den 1980er Jahren, besonders aber seit Ende der 1990er Jahre erfreuen sich die Swing-Tänze wieder zunehmender Popularität auf der ganzen Welt.


Von Lateinamerika bis Japan, von Australien bis Israel wird gehoppt, geshaggt, das Charleston-Bein geschwungen. Auch in den Großstädten Europas ist Swing nicht mehr wegzudenken. Dabei wird auf Parties im Stil der 30er und 40er Jahre – inklusive entsprechenden Outfits –, bei Workshops und internationalen Tanz-Camps geübt und Neues erlernt und die unterschiedlichen Stile der Swing-Tänze werden weiter gegeben. Wohl dank seiner afroamerikanischen Wurzeln wirkt Lindy Hop im Vergleich zu anderen Paar-Tänzen, die im Rahmen der Standardtänze unterrichtet werden, lässig, bodenständig und verspielt. Die Verbindung und der Austausch mit der/m Partner/in stehen im Vordergrund, Improvisation und Musikalität sind zentrale Elemente. So sind ernste Gesichter auf dem Swing-Dancefloor eine Seltenheit: Hier sieht man Menschen, die sich von den Rhythmen des Swing mitreißen lassen und dabei irrsinnig Spaß haben – und mitunter in herzhaftes Lachen ausbrechen! Die Art, wie Lindy Hop und die anderen Swing-Tänze heute unterrichtet werden, gibt keine auswendig gelernten Schrittfolgen oder Choreographien vor, die abgespult werden. Beherrscht man die verschiedenen Grundschrittmodule der einzelnen Tänze, kann man nach Herzenslust drauflos improvisieren, stilistisch ausschmücken und sogar in einem Lied von einem Tanz in den anderen wechseln. Beim „social dance“ gibt die Person, die führt („Leader“) spontan vor, was getanzt wird, während die Person, die folgt („Follower“), darauf reagiert und mitunter Impulse zur Improvisation gibt.

Swingtänze

Inzwischen ist Swing auch ein Sammelbegriff für alle Swingtanzformen geworden, und zwar sowohl der Tänze der Swingmusik Ära (Shag, Balboa, Lindy Hop, Charleston, usw.) als auch späterer moderner Weiterentwicklungen (Boogie Woogie, West Coast Swing, usw.). Da unser Herz hauptsächlich den “original swing dances” gehört, wollen wir uns hier auf diese beschränken.


Lindy Hop

gilt offiziell als Großvater des Swing. Er entstand in den späten 20er Jahren in den Ballsälen des “schwarzen” New Yorker Stadtteiles Harlem, wie z. B. dem berühmten Savoy Ballroom.
Später auch als “Jitterbug” bezeichnet, verbreitete sich Lindy zwischen 1930 und 1950 quer über den amerikanischen Kontinent. Lindy Hop wurde sehr stark von afro-amerikanischen Elementen beeinflußt, wie dem Charleston, Jazz und Stepptanz.
Es gibt verschiedene Stile des Lindy Hop, die bekanntesten sind Savoy Style und Hollywood (Dean Collins) Style. Lindy wechselt 6-count Moves mit 8-count Moves sowie 2- und 4-count Moves ab, was ihn sehr abwechslungsreich macht. Das Herzstück ist der 8-Count Swingout (im Hollywood Style auch Shoulder Twist genannt).

 

Lindy Hop – Savoy Style


wurde von den “schwarzen” Tänzern des Savoy Ballroom in Harlem geprägt. Dieser Stil ist sehr rund, es wird relativ tief getanzt und er kann sehr wild sein.
Der berühmteste Vertreter dieses Stiles war Frankie Manning, der bis zu seinem Tod im Mai 2009 mit fast 95 Jahren noch weltweit unterrichtete und als Vater des “Air Steps” gilt. Frankie und sein Tanzteam, Whitey’s Lindy Hoppers, kann man in einem berühmten Tanzclip von 1941 sehen. Diese Tanzszene aus dem Film “Hellzapoppin” gilt heute noch als eine der besten, schnellsten und schwierigsten Choreographien und nur wenige zeitgenössische Tanzteams (z. B. The Rhythm Hot Shots, Harlem Hotshots) schafften es, sie nachzutanzen. Das Lied hat unglaubliche 329 beats per minute (die meisten Lindytänzer finden 125 die angenehmste Tanzgeschwindigkeit.)
Zur Zeit, als diese Filme entstanden, waren Tanzszenen mit “schwarzen” Künstlern immer unabhängig vom Filmgeschehen, damit sie im Süden der USA aus dem Film geschnitten werden konnten. Die Tänzer tragen fast immer Kostüme bei ihren Darbietungen und keine Straßenkleidung. Frankie trägt die Latzhosen im folgenden Clip.

 

Lindy Hop – Hollywood (Dean Collins) Style


war populär unter den weißen Tänzern der Westküste. Er wird auch Dean Collins Style genannt, nach einem berühmten Tänzer, der sehr viel in Hollywood Filmen tanzte. Dean Collins hatte Lindy in New York gesehen und gelernt und brachte ihn in die Gegend von LA, wo fast nur Balboa getanzt wurde. Dieser Stil ist eleganter, man tanzt oft “on a slot”, also auf einer Linie und es werden so gut wie keine Charleston Elemente verwendet. Dafür gibt es typische Figuren wie Sugar Pushes, Switches und den Quickstop.
Eine weitere berühmte Vertreterin dieses Stiles ist Jean Veloz, die mit fast 90 Jahren nach wie vor weltweit unterrichtet. Jene Veloz in “Groovie Movie”, ein weiterer sehr berühmter Filmclip, eine Klamauk-Jitterbug-Anleitung. So richtig los geht’s ab der 5. Minute.


Charleston

Charleston entstand Anfang der 20er Jahre, ist extravagant und energiegeladen, durch Ein-und Ausdrehen der Füße gekennzeichnet und kann alleine und mit Partner getanzt werden. Aus dem Charleston entwickelte Charlestonelemente werden viel im Swing, vor allem im (Savoy Style) Lindy Hop verwendet. Charleston hat einen 8-count Grundschritt und wird ungeachtet seines “schwarzen” Hintergrundes zumeist mit weißen “Flappers” verbunden.


Jitterbug

1934 benannte der Bandleader Cab Calloway einen Stil des Lindy Hop “Jitterbug” (Zitterkäfer). Danach wurde Jitterbug zum Synonym für Lindy. Bereits in den 40er Jahren, aber besonders heutzutage, wird der Begriff Jitterbug oft für sehr unterschiedliche Tanzstile verwendet und bedeutet mehr oder weniger Swingtanz sowie Swingtänzer als auch den “Tanzvirus”, der einen nicht mehr losläßt.


Balboa

entstand in den 30er Jahren in der Gegend um Los Angeles, vornehmlich in den Tanzsälen auf Balboa Island, wie dem Balboa Pavilion und dem Rendezvous Ballroom.
Aller Wahrscheinlichkeit nach kommt Balboa vom Charleston und/oder Foxtrott. Die Tanzsäle waren damals oft zum Bersten gepackt, also wurde sehr eng mit Minischritten getanzt. Im klassischen Balboa wurde der Brust-zu-Brust Kontakt nie aufgelöst. Die Balboa Tänzer galten stets als die elegantesten Tänzer, weil sie nicht so schwitzten und außer Atem kamen wie die Lindy Hopper. Balboa eignet sich hervorragend für schnelle Tempos, kann aber zu jeder Geschwindigkeit getanzt werden. Balboa ist ein 8-count Tanz mit trickreicher, geschmeidiger Fußarbeit, Shuffleschritten und enger Tanzhaltung.
Bal-Swing nennt man offiziel Balboa, bei dem der Brust-zu-Brust Kontakt gelöst wird und die Tänzer Break-Aways, Drehungen und sonstige Swing Elemente dazufügen. Heutzutage wird sehr selten reiner Balboa getanzt weshalb der Ausdruck Balboa oft für Bal-Swing verwendet wird.


Shag

war gegen Ende der 30er Jahre der Rebellentanz der weißen College Kids. Ursprünglich ersetzte man beim Foxtrott tanzen das Fusswerk mit einem etwas wilderen slow-slow-quick-quick, während die Oberkörper ruhig blieben. Mit der Zeit bekam der Tanz immer mehr Dynamik und extravagante Moves. Er wird auch Collegiate Shag genannt, um ihn von einem weniger populären Tanz namens Carolina Shag zu differenzieren. Shag hat einen 6-count Grundschritt, wird zu schneller Musik getanzt, und das gesprungene Fußwerk und die oft geschlossene Körperhaltung mit aneinandergepressten Oberkörpern erinnert an Zeichentrickfilmfiguren. Das Schwierige am Shag ist, nicht zu hüpfen obwohl man springt.


Und was genau ist Swingmusik?

Swing war ursprünglich die Bezeichnung für eine Musikrichtung – Musik die “schwingt” und der Begriff wurde erstenmal von weißen Musikern wie Benny Goodman verwendet. Weiße Musiker, die die “Negermusik” Jazz spielen wollten, hatten ein Problem: wegen der Rassentrennung konnten sie von schwarzen Clubs und Lokalen nicht gebucht werden. Aber weiße Veranstalter wollten von der “Negermusik Jazz” nichts hören. Also nannte man die Musik einfach “Swing” — ein neu erfundener Begriff. Der berühmte Auftritt des Benny Goodman Orchestras in der Kultur-Hochburg der Carnegie Hall (New York) vom 16. Jänner 1938 war, wie der Musikkritiker Bruce Eder schrieb, “das wichtigste Konzert in der Geschichte der populären Musik: die Geburtsstunde von Jazz als respektable Musik”. (Viele Zeitgenossen waren damals freilich empört und schockiert). Der dehnbaren Begriff “Swing” fängt beim Vintage Jazz der 20er Jahre an und fand im Big Band Swing der 30er Jahre seine Blütezeit. Nach dem 2. Weltkrieg kam es zu einer Spaltung der Musiker. Eine Gruppe entwickelte den “Modern Jazz” (“Be-bop”), die andere Richtung absorbierte Elemente des Mississippi Blues und Country Music und wurde zum “Jump Blues, “Rhythm’ & Blues” und schließlich zum “Rock’n’ Roll” — der dann ab ca. 1956 als eigene Stilrichtung zur großen Revolution wurde. In den 90er Jahren kam es zu einem großen Swingrevivial in den Vereinigten Staaten und zahlreiche Neoswing Bands wurden gegründet, die etwas härter und rockiger als ihre Vorfahren klangen. Unter dem Einfluss von Techno gilt Electroswing als das neueste Genre.

 

 

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